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Medium.com im Aufwind

Medium.com im Aufwind

Medium.com ist eine Plattform, auf der jeder kostenlos Inhalte (vorwiegend in Textform z.B. als Blog) publizieren und hosten lassen kann. Eine gute Lösung für alle, die sich um noch weniger technische Sachen als bei Wordpress kümmern wollen und sich eine einfach zu bedienende Texteingabe mit vielen Funktionen und Darstellungsmöglichkeiten wünschen. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, dass Medium.com auf dem falschen Weg war, doch inzwischen hat sich das Blatt gewendet.

Die Möglichkeit eigene Domains für das Medium.com-Blog zu nutzen war ein sehr guter und wichtiger Grundstein, für das was nun passieren wird. Nachdem schon vor einiger Zeit verkündet wurde, dass The Ringer – das neue Projekt von Sport-Kolumnist Bill Simmons – über Medium.com laufen wird, kamen nun ein Schwung neuer Publikationen hinzu. Alles keine riesigen Seiten, wobei ‚The Awl‘, ‚Pacific Standard‘ und ‚Electric Literature‘ doch schon relativ bekannt sind. Auf jeden Fall ein Achtungserfolg für Medium.

Was für diese Publikationen den Ausschlag gab zu Medium.com zu wechseln? Nun, sie müssen sich jetzt nicht mehr um das Hosting der Webseite kümmern und sparen sich praktisch Frontend-Entwickler. Auch um die Vermarktung müssen sie sich nun keine Gedanken mehr machen, dies übernimmt Medium. Diese Werbepartner werden beispielsweise unter neuen Artikeln platziert, etwaige Werbeeinnahmen teilt sich Medium mit dem jeweiligen Publisher.

Die Kehrseite? Der Verlust der eigenen Individualität. Jeder Webseite ist anders und sollte auch anders aussehen. Selbst wenn eine Webseite vielleicht nicht ganz so schön aussieht, hat sie dennoch eine eigene Identität und einen Wiedererkennungswert. Dies geht Publikationen bei Medium.com (noch?) völlig ab. Obwohl es ein paar Möglichkeiten gibt das Design der Publikation anzupassen, sehen eigentlich alle Blogs dort gleich aus. Nur durch das Bild im Header wird ein bißchen Individualität geschaffen, mitten im Text oder auf der Startseite sieht jedes einzelne Blog relativ identisch aus.

Ich finde dies langweilig und hoffe nicht, dass dies die Zukunft des Webs ist. Während Wordpress als CMS natürlich auch seine Probleme und Schwachstellen hat, sehen damit erstelle Seiten wenigstens nicht alle gleich aus – dank der unzähligen Themes. Es ist vollkommen legitim, wenn Medium als persönliches Blog genutzt wird um alle paar Wochen mal Gedanken aufzuschreiben. Möchte man dies aber regelmäßig tun und ein Blog mit Wiedererkennungswert schaffen, ist dies momentan bei Medium nicht möglich. Gespannt darf man sein, ob Medium dies auch erkennt und in Zukunft weitere Tools bereitstellt, um ein Blog individueller zu gestalten, ohne dabei die positiven Aspekte der Einfachheit zu schwächen.

Was ist die Blogging Plattform der Zukunft?

Realmac Software, das Entwicklerteam hinter der iOS To-Do App Clear, der Design Software Rapid Weaver und dem Screenshot Tool Ember veröffentlichte Ende letzten Jahres Typed, einen Markdown Editor für den Mac, der durch wenig Ablenkung den Fokus auf das Texte schreiben legen soll. Ob dies gut gelingt, sollte jeder aber für sich ausprobieren (7 Tage kostenloses Testen).

Offensichtlich war dieser Markdown Editor aber nur der Anfang eines größeren Projekts. Seit dem 2. Februar sammelt Realmac Software nun über eine Indigogo Kampagne Geld für eine neue Blogging-Plattform: typed.com.

Online services come and go, but we want to make something that stands the test of time. We want Typed.com to be around for decades to come, and with your help we can make this happen. We can build a blogging platform that’s sustainable and enjoyable to use.

Auch wenn ich für eine neue Blogging Plattform immer gerne zu haben bin, stehe ich dieser etwas skeptisch gegenüber. Ich frage mich, ob es für eine solche Plattform wirklich genug Interessenten gibt? Auf den ersten Blick sehe ich nichts außergewöhnlich tolles, was nicht bereits Medium oder Svbtle anbieten: ein minimalistisches Blog und keinen Zwang sich um Server oder sonstiges Backend kümmern zu müssen.

Für die $8.95 / Monat, die Typed.com in der kleinsten Preisstufe veranschlagt, bekommt man bei Squarespace bereits eine komplette Seite mit eigener Domain die man noch viel freier und flexibler gestalten kann und neben eines Blogs noch viele weitere Elemente beinhalten kann.

Doch was ist nun die Blogging Plattform der Zukunft?

If your foray into website building never goes more than what you want right now, WordPress will be a solid choice as it is constantly updated and patched. Your site won’t need you.

Likewise, if you grow as your site grows and learn to design websites, or want to add any features to your site down the road, WordPress will be ready. You can create anything based off of WordPress, leaving you the ultimately flexibility. Easy to get going, infinite possibilities as you grow.

Ben Brooks - Why WordPress Should Be Your Only Choice

Ich stimme Ben Brooks zu. (Zu) viele starten ein Blog bei einer Plattform die für ihre persönlichen Wünsche bald keine Zukunft mehr hat. Diese Plattform ist anfänglich toll, weil unglaublich einfach zu bedienen und wenige Einstellungen zu tätigen sind. Doch für viele kommt früher oder später der Punkt, wo es einfach mehr sein soll: Diese Sidebar sollte anders aussehen, die Seite sich bei einem Klick auf einen Pfeil anders verhalten und ein schönes Widget zum Einbinden von App Store Links wäre eigentlich auch toll, solche Gedanken werden vielen irgendwann kommen. Dann auf eine andere Software umzusteigen erfordert viel Geduld und Arbeitskraft.

Das ist einfach der unglaubliche Vorteil von WordPress, es wird auf so unterschiedlicher Art und Weise eingesetzt, dass es zu jedem erdenklichen Einsatzzweck mindestens ein Plugin oder Widget gibt. Deswegen kann auch für mich eine Blogging Plattform nur eine Zukunft haben, die entweder von Anfang an auf Erweiterung ausgelegt ist, oder mittlerweile von so vielen genutzt wird wie es bei WordPress der Fall ist.

Typed.com mag interessant aussehen, ob es aber eine Plattform ist, die sich Zitat: "Jahrzehnte" nachhaltig finanzieren kann, sich kon­ti­nu­ier­lich verbessert und die sicherlich wachsenden Wünsche an Design und Funktionen der Nutzer immer weiter mitgeht, möchte ich - jedenfalls momentan - anzweifeln.

Warum - gerade Journalisten - Adblocker nutzen sollten

Adblocker sind ein kontroverses Thema. Dazu hatte ich bereits einen Artikel geschrieben.

Nun veröffentlichte der von mir sehr geschätzte Karsten Lohmeyer in seinem Blog Lousy Pennies den Artikel "Warum ich mir lieber einen Arm abhacken würde, als einen Adblocker zu benutzen", den ich nun folgend kommentieren möchte.

Aber als Journalist – und nicht als Normalleser, der es nicht besser weiß – Adblocker zu benutzen, ist in meinen Augen eine Versündigung gegen die eigene Branche. Und einfach blöd, rücksichtslos, kurzsichtig und gemein.

Ersteinmal helfen solche Verallgemeinerungen überhaupt nicht. Auch viele (die meisten?) "Normalleser" kapieren, dass Werbung die Einnahmequelle für Webseiten sind. Es gibt aber sehr viele valide Gründe einen Adblocker einzusetzen. Der bloße Grund "ich will keine Werbung sehen" ist doch nur einer von vielen.

Gerade Journalisten sollten meiner Meinung nach Adblocker einsetzen. Warum?

Sicherheit

Journalisten sind viel im Netz unterwegs und ihre Recherchen zu Themen treiben sie möglicherweise auch auf eher unseriöse Seiten. Hier komplett ohne Adblocker zu surfen wäre sehr unklug. Selbst auf seriösen Seiten ist man vor "böser Werbung" nicht sicher, wie der Malware Vorfall auf Yahoo Seiten Anfang letzten Jahres zeigte, oder im Jahre 2013 bei Spiegel Online.

Dabei wurden Webseitenbesuchern die keinen Adblocker nutzten als Werbebanner getarnte Mal- und Spyware auf das Gerät installiert. Dank Flash Player - der auch auf dem neuesten Stand ein Sicherheitsrisiko darstellt - kann dies auf jeder Seite passieren.

Gerade Journalisten sollten doch ein Interesse daran haben, möglichst sicher im Internet unterwegs zu sein. Dies ist in letzter Konsequenz nur unterstützt durch einen Adblocker möglich. Schon das Blockieren von Flash Player Inhalten, was einige Browser von Haus aus anbieten, erhöht die Sicherheit allgemein. Aber da eben (zu) viele Werbeformen auch weiterhin auf dem Flash Player basieren, ist dies wohl nach Definition von Karsten Lohmeyer auch schon eine Sache, die Journalisten nicht machen dürfen.

Effizienz

Seien wir mal ehrlich. Journalisten wollen Artikel schreiben, möglichst viele, aber natürlich auch möglichst gut recherchiert. Wenn sie auf jeder Seite ersteinmal 10 Sekunden damit verbringen müssen nervige Werbung wegzuklicken und / oder den Inhalt den sie eigentlich aufrufen wollten zu suchen, sind das 10 Sekunden zu viel. Blinkende Banner, Pop-Ups die weggeklickt werden mussen, hineinfliegende Werbung, all das lenkt doch beim Lesen und Verstehen des eigentlichen Inhalts nur ab.

Selbst schuld...

Viele Seitenbetreiber haben aus der Popularität von Adblockern die völlig falschen Schlüsse gezogen. Statt sich Gedanken um die Werbeformen zu machen und Kunden/Nutzerfreundlichkeit höher anzusiedeln konterte man dies mit immer mehr und immer aufdringlicherer Werbung. Dies drängte dann im Umkehrschluss immer mehr Menschen zu Adblockern, weil Werbung immer agressiver und nerviger wurde.

Was nun für Seitenbetreiber?

Wer im Jahre 2015 noch denkt, eine Webseite oder ein Blog kann sich ausschließlich über Bannerwerbung finanzieren, liegt eindeutig falsch. Die goldenen Zeiten von Werbung wie Google Adsense sind vorüber. Ich bestreite nicht, dass man auch damit noch ein paar Mark verdienen kann, aber dies ist nichts im Vergleich zu dem was früher gezahlt wurde.

Interessant ist, dass Lohmeyer in seinem Text Sascha Pallenberg erwähnt, dort aber nur im Zusammenhang mit Adblock Plus. Sascha Pallenberg vollzog mit seinem Portal Mobilegeeks Anfang 2015 einen fulminanten Relaunch und setzt seitdem nicht mehr auf Bannerwerbung, da es sich einfach nicht mehr lohnt. Je früher Seitenbetreiber dies erkennen und sich Gedanken um möglichst kreative aber immer noch besucherfreundliche und ehrliche Werbeformen machen, desto besser für sie.

Mal wieder sind uns da die USA voraus. MacStories beispielsweise hat lediglich einen einzigen Werbebanner, dieser wird von Unternehmen direkt angemietet und ist kein Adsense Banner. Finanziert wird Macstories durch einen jede Woche wechselnden Weekly Sponsor. Dieser erhält eine prominente aber nicht aufdringliche Erwähnung oberhalb der Navigationsleiste, einen Artikel der entweder das Unternehmen oder ein spezielles Produkt beschreibt (eindeutig gekennzeichnet) und eine Erwähnung via Twitter. Zusätzliche Einnahmen generiert man durch Ref-Links zum App Store oder Amazon. Auch das deutsche iPhoneblog fährt einen ähnlichen Ansatz.

Was sollten Journalisten tun?

Ich würde keinem Journalisten raten auf einen Adblocker zu verzichten. Wie in meinem Artikel erwähnt, würde ich allerdings aus Performance-Gründen µBlock empfehlen. Weitere Tools wie Ghostery und NoScript sind ebenfalls empfehlenswert.

Dies ist schon mal eine gute Grundausstattung. Nun kommt aber auch noch das eigene Gehirn ins Spiel. Da ich OS X nutze und kein Java installiert ist, surfe ich grundsätzlich erst mal mit deaktiviertem Adblocker. Ich gebe jeder neuen Seite, die ich besuche eine Chance gut zu mir zu sein. Nervt mich eine Seite mit Werbung (besonders schlimm sind automatisch startende Videos auf voller Lautstärke und Bannerwerbung die sich über den Text legt und / oder nur mit Mühe wegzuklicken ist), schalte ich den Adblocker speziell für diese Seite ein, dieser ist somit bei späteren Besuchen der Seite bereits automatisch aktiviert. Besonders Blogs und kleinere Seiten genießen bei mir dabei aber eine höhere Toleranzgrenze, diese unterstütze ich gerne und nehme mehr Unannehmlichkeiten in Kauf.

Diese Vorgehensweise würde ich jedem - aber insbesondere auch Journalisten - empfehlen. Vor allem aufgrund des Sicherheitsaspektes, gerade Menschen die ihr Geld buchstäblich mit ihren Computern verdienen sollten diese so gut wie möglich schützen.

Amazon und lokale Buchläden

Ähnlich wie Florian Freistetter den Naturwissenschaftlichen-Teil von Buchhandlungen beschreibt, sieht es im Technik/Computer-Teil der mir bekannten Buchhandlungen aus. Vor allem in den größeren Kettenbuchhandlungen sieht man dort immer nur die gleichen Bücher stehen. Kleinere und unabhängige Buchhandlungen haben meist zu wenig Platz und sparen als erstes in den Naturwissenschaften oder der Technik.

Auch ich möchte ich hinterfragen, nach welchem System entschieden wird, welche Bücher ausgestellt werden. Vor allem im Bereich Programmierung - einem unglaublich wichtigen Bereich, in dem vor allem Buchläden Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen Lust auf Programmierung vermitteln müsste - entdecke ich oft nur stinklangweilige Bücher, die jeder Laie nach zwei Seiten in die Ecke legen würde. Die richtig guten und interessant gemachten Bücher gibt es nur im Internet - bei Amazon...

Ein Buchladen hat nur begrenzt Raum, um Bücher zu lagern und noch weniger Raum, um Bücher zu präsentieren. Diesen Raum füllt der Händler vorrangig mit Büchern, bei denen er sich viele Kunden verspricht (beziehungsweise bei denen die PR-Abteilungen der Verlage entsprechende Vereinbarungen getroffen haben – ich vermute mal, dass es da entsprechende Kooperationen gibt). Das sind hauptsächlich die Bücher mit den bekannten Namen; im naturwissenschaftlichen Bereich zum Beispiel Harald Lesch oder Stephen Hawking.

Dagegen ist an sich auch nichts einzuwenden – wenn das nicht in allen Buchläden passieren würde und wenn das restliche Angebot groß genug wäre. Aber die Realität (oder zumindest meine Realität) sieht so aus, dass in den Abteilungen der naturwissenschaftlichen Sachbücher (sofern die überhaupt vorhanden ist) immer die gleichen Bücher zu finden sind. Das Angebot unterscheidet sich nur geringfügig und der Versuch darin zu “stöbern” macht wenig Sinn und noch weniger Spaß.

Florian Freistetter - Scienceblogs

Zwickmühle: Gmail, Mailbox, Fastmail und sonstige ungelöste Fragen

Meine Email Adressen Historie ist eigentlich relativ überschaubar. Nach Anfängen bei Yahoo und GMX landete ich irgendwann Mitte 2008 bei Gmail (damals in Deutschland Googlemail). Dort verwaltete ich dann lange Jahre meine bis dahin angesammelten Email Adressen (etwa 5 Stück) und musste mir erstmals keine Gedanken um ausgehenden Speicherplatz machen, dieser war bei Gmail ausreichend vorhanden.

Ein neuer Dienst

Januar 2013, als es mit der kostenlosen Version von Google Apps zu Ende ging, wechselte ich zu Fastmail. Symphatischer Anbieter, der ein klares Businessmodell hat und (so hoffe ich) im Gegenzug für Geld nicht Schindluder mit meinen Daten treibt.

Ich bin zufrieden.

Der Versuchung stand gehalten

Im Februar 2013 erschien dann eine kleine iOS App namens Mailbox. Ich geriet erstmals ins Wanken. Push Emails (bietet Fastmail bis heute nicht an) sowie eine Sortier- und Ordnungsfunktion für den Posteingang die mir sofort zusagt und sehr gut in meinen Workflow passt.

Ich entscheide mich, trotzdem bei Fastmail zu bleiben, blicke aber immer wieder neidisch zu Gmail und Mailbox. Als OS X Mavericks erscheint fühle ich mich bestätigt: Mail.App kommt mit Gmail überhaupt nicht klar und ohne ordentlichen Desktop Client kann ich einfach nicht arbeiten - so rede ich mir ein.

Ich bin zufrieden.

Zurück auf Anfang?

Der 20. August 2014. Schon den ganzen Tag werden in meiner Twitter Timeline Beta Codes für die heute erschienene Beta von Mailbox for Mac verteilt. Die ersten paar Stunden kann ich noch wiederstehen, doch dann ist es passiert und Mailbox erstmals auf Mac und iPhone gleichzeitig installiert.

Mailbox for Mac ist wohl das, worauf ich gewartet habe. Eine Mail auf dem iPhone zurückzustellen bis ich wieder am Desktop bin, ist einfach ein unfassbar gutes Feature. Sofort hat mich das gleiche gute Gefühl wie vor 1 1/2 Jahren gepackt, als ich Mailbox zum ersten Mal ausprobierte. Diese gleiche Produktivität nun sowohl mobil als auch auf dem Desktop zu haben ist unfassbar gut.

Innerhalb weniger Tage ziehe ich mit den eher unwichtigen Email Adressen wieder zu Gmail um und genieße den nun fast immer leeren Posteingang.

Seriöse Email Adressen?

Doch bevor ich nun auch mit den wichtigen Adressen umziehe, teste ich Gmail und Mailbox noch einmal ausführlich. Dabei stoße ich auf ein Problem. Als ich damals während der Schulzeit mein Google Konto registriert habe, habe ich mir ob der Seriosität des Accountnamens nicht unbedingt viele Gedanken gemacht.

Im Laufe der Jahre machte dies aber keine Probleme, da ich die Google Email Adresse nie benutzt habe, sondern ausschließlich andere Adressen. Ein Ändern der Email Adresse ist nicht möglich und vor einer Neu-Anmeldung schrecke ich zurück, zu viele Dienste sind mittlerweile mit dem "alten" Google Konto verknüpft.

Nun zurück zu Mailbox. Schickt man von der iOS und/oder Mac App eine Email, ist die Google Email Adresse in dem Source Code an zwei Stellen klar aufgelistet. Für viele ist dies wohl kein großes Problem, ich möchte dies aus verschiedenen Gründen (u.a. Stichwort Seriosität) nicht. Vor allem, da ich selber gerne in den Source Code von erhaltenen Emails schaue und dort schon öfter interessantes entdeckt habe...

Bug oder Feature, das ist hier die Frage

Ausführliche Recherchen ergaben keine Lösung des Problems, Abhilfe würde letztendlich wohl nur die Möglichkeit des Benennen von SMTP Servern direkt in der Mailbox App schaffen. Diese Funktion ist wohl aber momentan nicht zu erwarten.

Um auszuschließen, dass hier eine Fehlbedienung meinerseits vorliegt, habe ich bereits das Mailbox Team kontaktiert, allerdings bislang noch keine Rückmeldung.

Fazit

Momentan bleibe ich mit den wichtigsten Accounts bei Fastmail und lasse die nicht so wichtigen parallel bei Gmail + Mailbox laufen. Sobald ich eine Rückmeldung vom Mailbox Team erhalte - deren Antwort ich befürchte schon zu kennen - werde ich wohl den Plan zu Gmail zu ziehen für längere Zeit begraben müssen. Aber wie gesagt, unzufrieden bin ich mit Fastmail überhaupt nicht, von daher ist dies auch kein Weltuntergang.

Wie viel verdient ein App-Entwickler im Apple App Store?

Am 4. Februar 2014 veröffentlichte Jared Sinclair seine RSS Reader App Unread. Nun, nach annähernd 6 Monaten, veröffentlichte Sinclair die bisherige Bilanz seiner App.

Note that these numbers are after Apple’s 30 percent cut and before I’ve set aside a portion for self-employment taxes and healthcare premiums:

  • Feb. 3rd – iPhone launched
  • Feb. 4th – $10K
  • Feb. 8th – $16K (Halfway point)
  • Feb. 17th – $20K
  • Jun. 7th – $30K
  • July 28th – $32K (Current Total)

Half of the lifetime sales of Unread were generated in the first five days. It would take another 170 days (24 weeks) to generate that same amount again.

Jared Sinclair

Der Start von Unread lief demnach ziemlich gut. Die App bekam viel Berichterstattung in den einschlägigen Blogs und Online-Publikationen und wurde dementsprechend oft gekauft. Danach allerdings - als sich der Reiz des Neuen legte und über die App nicht mehr so oft berichtet wurde, brachen die Verkäufe sehr stark ein. Somit nahm die App bereits nach 5 Tagen die Hälfte der bisherigen Gesamteinnahmen ein.

I began work on Unread at the beginning of July 2013. I spent about six weeks on the overall design of the app, then plunged headfirst into Xcode, not coming up again for air until the following spring. I estimate that I worked sixty to eighty hours a week every week from July 2013 up until the launch of Unread for iPhone Version 1.0 in February 2014.
(...)
Unread for iPhone has earned a total of $32K in App Store sales. Unread for iPad has earned $10K. After subtracting 40 percent in self-employment taxes and $350/month for health care premiums (times 12 months), the actual take-home pay from the combined sales of both apps is:

$21,000, or $1,750/month

Jared Sinclair

Das macht wirklich traurig. Da setzt sich jemand 7 Monate hin und kreiert eine App die in Sachen Design und Funktionalität wirklich toll ist und kommt nach Abzug von Krankenversicherung und Steuern mit einem Netto raus, das er selbst als Teilzeit Angestellter einer Firma mit nur 1/4 der hier aufgewendeten Arbeitsstunden locker verdienen würde.

Sinclair gibt desweiteren den Tipp an andere Entwickler den Preis zum Start einer App nicht zu reduzieren, da zu diesem Zeitpunkt das Interesse der Nutzer an dieser App das größte ist.

Das schockierende an der Sache ist, dass es eigentlich keine besonders große Konkurrenz für Unread im iOS Markt gibt und die App - meiner Meinung nach - wirklich populär war und ist. Anders als z.B. bei den Podcast Apps, wo ich aus dem Stande heraus 5 verschiedene Apps bedenkenlos empfehlen könnte, fällt mir für iOS nur Reeder ein.

Aber welche Apps sind nun im App Store erfolgreich?

The number one game in the iTunes App Store is a game about selling weed. Yes, really. The app, “Weed Firm,” however, looks brilliant when compared to what comes next: it sits just above yet another fairly dumb, time-waster of a game called “100 Balls,” reminiscent of beer pong. And that’s followed “Toilet Time,” which offers you quick games to play while you…um…go, as well as “Make It Rain,” which tests to see how fast you can swipe to make the money fly.

Sarah Perez - Techcrunch

Wenigstens scheint zumindest im OSX Bereich die Lage etwas besser.

Free Software isn't always free

Free software isn't always free. Just because you're not paying money out of your wallet doesn't mean that there isn't an economic transaction occurring somewhere as the result of installing the software on your computer. Certain vendors pay money to get their software loaded on to computers. So when you download a free application that is free only because it is bundled with adware, consider the security implications of your actions.

Kennt jeder, man benötigt eine bestimmte Freeware und lädt sich diese auf eine der zahlreichen legalen Downloadseiten herunter. Die Tücken lauern dabei aber schon bei der Google Suche nach dieser Software und werden noch undurchsichtiger bei der Installation. Dabei muss man sich jeden Text mindestens zwei mal durchlesen, damit man sich nicht zusätzlich noch ein weiteres - unerwünschtes - Programm parallel dazu installiert. In diesem Artikel schön veranschaulicht.

Link: CERT

Entdecken von neuen Apps im iOS App Store

Der iOS App Store umfasst mittlerweile über 1 Million Apps. Da ist es verständlich, dass es keiner schafft immer zu jeder Zeit den Überblick zu bewahren und über alle lohnenswerten Neuheiten und Updates von Apps informiert zu bleiben.

Ich selber verfolge viele Blogs und News-Portale und bekomme somit schon einiges mit. Trotzdem würde mir die Möglichkeit gefallen bestimmten Personen "folgen" zu können und Meinungen dieser Personen zu einzelnen Apps direkt angezeigt zu bekommen. Diese Personen können Freunde sein, oder auch Personen die ihre Meinungen gerne offen kommunizieren (John Siracusa, John Gruber, Marco Arment etc).

Praktisch also eine Liste von empfohlenen Apps die von Leuten kurartiert wird, die man persönlich auswählen kann.

Apple’s sole attempt at personalized recommendations—the painfully inadequate “Genius,” which recommended clones of apps you already installed—was phased out last year for the even-worse “Near Me,” showing the same location-centric apps to everyone in your city.

This one-size-fits-all model may have worked in the first year, but as the App Store has grown, it’s created an environment where discovering under-the-radar gems is impossible.

(...)

Like Twitter, these should be relationships where you can follow someone, without requiring approval the way friending people on Facebook does.

It’s not just about friends, but about following people, developers, or organizations that are finding and curating stuff you like.

Andy Baio - Medium