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Alle Artikel zu "Email"

Offene WLAN Netze und ungesicherte Verbindungen

Offene WLAN Netze und ungesicherte Verbindungen

In den letzten Tagen machte die Geschichte des ‚USA Today‘-Journalisten Steven Petrow die Runde. Dieser nutzte auf einem inneramerikanischen Flug das vom Anbieter ‚Gogo‘ bereitgestellte Internet und griff dabei mit seinem Laptop auf dieses ungesicherte WLAN Netz zu, um auf dem Flug u.a. Emails zu lesen und zu beantworten.

Microsoft Outlook: Auf Android und Mac OS X für mich nicht nutzbar

Microsoft Outlook: Auf Android und Mac OS X für mich nicht nutzbar

Microsoft bringt mich zur Verzweiflung. Seit Steve Ballmer weg ist und Satya Nadella am Ruder steht, hat das Unternehmen aus Redmond so viele gute Ideen präsentiert und macht so viele Sachen richtig, aber irgendwie steckt in wirklich jedem Produkt das ich ausprobieren möchte auf den letzten Metern der Wurm drin und hinterlässt so lediglich einen halbfertigen Eindruck. Hier beispielhaft einmal ‚Outlook‘.

Spark: Neuer Email Client aus dem Hause Readdle

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Email Clients für iOS gibt es sprichwörtlich fast so viele wie Sand am Meer. Ich selber habe schon öfter Apps wie Outlook und Dispatch ausprobiert, bin aber letztendlich wieder zum iOS-eigenen Mail zurückgekehrt.

Am heutigen Tag wurde nun mit Spark ein neuer Email Client für iOS/iPhone veröffentlicht. Die Entwickler hinter Spark sind die Produktivitäts-Profis von Readdle, die sich mit tollen Apps wie Documents und Scanner Pro bereits einen guten Namen machen konnten.

Ich durfte Spark im Rahmen einer etwa einmonatigen Beta Testphase bereits testen und bin - so viel sei vorweg genommen - durchaus angetan von dieser App. Readdle bewirbt Spark mit der Tagline "you will like your email again" und möchte verändern wie wir mit Emails umgehen und uns den Umgang mit ihnen erleichtern.

Spark kommt mit (fast) jeder Art von Email Konto zurecht und bietet von Haus aus Unterstützung für Gmail, Exchange, Outlook, Yahoo und iCloud Mail an. Email Konten von anderen Anbietern / private Server können durch manuelle Eingabe von IMAP/SMTP Servern ebenfalls genutzt werden.

Posteingang

Der Posteingang bei Spark sieht im Grunde genommen so aus, wie man es von anderen Apps dieser Gattung auch kennt, erst auf den zweiten Blick erkennt man Unterschiede und Optimierungen. Die Smart Inbox spielt ihre Stärken dann aus, wenn viele Emails auf einmal hereintrudeln und man in den letzten Stunden keine Zeit hatte diese abzuarbeiten. Spark kategorisiert und priorisiert ankommende Emails in den Kategorien Personal, Notification und Newsletters und zeigt ungelesenen Emails beim Aufruf der App kategorisiert und nach Priorität gewichtet an.

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Emails kann man mit den mittlerweile aus vielen Apps bekannten Gesten schnell abarbeiten. Standardmäßig bedeutet eine kurz nach rechts gewischte Email diese als Un- bzw. Gelesen zu markieren und ein langer Wischer nach links archiviert diese Email. Umgekehrt, bedeutet eine kurze Wischgeste nach links, dass diese Email angepinnt/mit Sternchen versehen wird und ein langer Wischer bewegt die Email in den Papierkorb. Die Gesten lassen sich natürlich nach Belieben individuell anpassen und verändern.

Spannend sind auch die Widgets die sich wahlweise in der oberen Leiste des Posteingangs oder auf Abruf unten rechts befinden. Damit lassen sich beispielsweise schnelle Zugriffe auf bestimmte Posteingänge, Ordner oder Anhänge einrichten. Hier sind zukünftig viele weitere Widgets geplant, die sich über Amazon Statusbenachrichtigungen einer Bestellung, Wetterdaten oder Flugtracking erstrecken und vom jeweiligen Dienstleister oder einem Dritt-Unternehmen als sogenannte Card angeboten werden sollen. Hier hat Readdle mit Spark wirklich noch einiges vor.

Antworten und Lesebestätigung

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Was macht man üblicherweise mit Emails? Natürlich auf sie antworten. Readdle möchte hier mit Spark eine kleine Revolution anzetteln und verändern, wie wir auf Emails reagieren und mit ihnen interagieren. Anstatt für eine Antwort eine Mail mit Anrede, kurzem Text und Verabschiedung zu verfassen, bietet Spark standardmäßig mit den Antworten "Like", "Thanks" und "Smile" 3 verschiedene Möglichkeiten dem Absender schnell und kompakt Feedback zu geben. Diese Antwort wird dann natürlich aber auch demjenigen angezeigt, wenn dieser nicht Spark nutzt.

Natürlich möchte man auf diese Art und Weise nicht unbedingt (seriöseren) Geschäftspartnern oder Businesskontakten antworten, vor allem da unter jede Status Mitteilung eine Zeile "Werbung" für Spark zu sehen ist. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass sich solche kurzen Bestätigungsmeldungen in den nächsten Jahren durchaus etablieren und populärer werden können. Gerade bei Familie und Freunden habe ich die Erfahrung gemacht, dass äußerst positiv darauf reagiert wurde. Dies ist aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr als eine Vision von der Zukunft der Email, nach den Vorstellungen von Readdle. Es wird sich zeigen, in wie weit hier ein Weg für die Zukunft eingeschlagen wurde, oder ob ich selber auch in zwei Wochen keine Lust mehr darauf habe in dieser Form zu antworten.

Mit Spark erhalten mit den Read Recipes die altbekannten Lesebestätigungen wieder etwas mehr Aufmerksamkeit. Ist diese Funktion aktiviert, erhält man eine Push Nachricht sobald der Empfänger diese geöffnet hat. Theoretisch also ideal um wichtige Emails zu verfolgen und die Sicherheit haben, dass der Empfänger sie gelesen hat. Praktisch halte ich von dieser Funktion allerdings eher wenig, denn da das System Email keine eingebaute Lesebestätigung integriert hat (Corporate-Exchange Server etc. mal ausgenommen), wird der Email ein Code in Form eines unsichtbaren Bildes hinzugefügt, welcher beim Laden des Bildes eine Meldung an den Server abgibt. Man schickt also damit sozusagen ein kleines trojanisches Pferd an den Empfänger. Da ich absolut dagegen bin unsichtbare, eingebettete Codeschnipsel in meinem Namen zu versenden und ich auch keine Mail dieser Art empfangen möchte, bleibt diese - ansonsten sicherlich nützliche - Funktion für mich stets ausgeschaltet.

Anhänge / Speichern von Emails / Konnektivität

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Das Speichern von Email und dazugehörigen Anhängen ist in Spark so einfach wie bei keiner anderen App. Es lässt sich auswählen, welche Anhänge gespeichert werden sollen und eine Vielzahl von Services wie z.B. Dropbox, Evernote, Google Drive und iCloud Drive werden bereits unterstützt. Auch ist es möglich eine PDF Datei aus der Email zu erstellen, was beispielsweise eine Archivierung leichter möglich macht.

Dies realisiert Spark über eigens dafür programmierte Schnittstellen mit den einzelnen Services. Besonders bei Evernote bietet dies deutlich Vorteile gegenüber der normalen iOS Share Erweiterung. Es lassen sich mehrere Evernote Accounts hinterlegen (nützlich wenn man ein privates und ein geschäftliches Evernote Konto nutzt) und es wird eine Vorschau des gespeicherten Inhalts angezeigt. Besonders nützlich ist die Möglichkeit auswählen zu können welche der Anhänge einer Email gespeichert werden sollen. Während die iOS Share Erweiterung von Evernote direkt alles abspeichert, kann man mit der Spark Schnittstelle manuell auswählen, welche der Anhänge nicht gebraucht werden. Sehr nützlich, wenn man sein Evernote Notizbuch möglichst ordentlich halten möchte und unnötige Anhänge gar nicht erst den Weg hinein finden.

Emails können dabei wahlweise im Rich Text Format oder auch bereits als PDF exportiert in den verschiedenen Diensten gespeichert werden.

Kalender und Smart Search

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Spark bietet einen integrierten Kalender der Zugriff auf die in iOS eingerichteten Kalender bietet und zeigt diesen - z.B. als Widget - bequem an. Die Kalenderfunktion ist besonders nützlich, wenn man öfter Kalendereinladungen für Termine erhält. Hier genügt in Tap auf den Termin und Spark schaltet in die Kalenderansicht und zeigt sofort an, ob man an dem vorgeschlagenen Termin tatsächlich auch noch frei ist, oder nicht. Jedenfalls in der Theorie, in meiner Testzeit habe ich es nämlich nicht hinbekommen die bereits in iOS konfigurierten Kalender in den Spark Kalender zu integrieren. Einen expliziten Menüpunkt zur Verwaltung des Kalenders habe ich ebenfalls nicht gefunden. Somit musste ich mit abfinden, diesen Punkt erst mal nicht genauer zu testen und mich auf die Versprechungen und Präsentationen dieser Funktion verlassen.

Natürliche Spracheingabe für z.B. Kalendereinträge bieten mittlerweile fast alle Apps an, eine natürliche Sprachsuche für Emails war mir aber in dieser Form neu. Diese funktioniert bei Spark momentan zwar nur auf Englisch, ist aber wirklich sehr gut. Sucht man beispielsweise nach einer Email von Günther die einen bestimmten Anhang hatte, führt man die Suche mit der Eingabe attachments from Günther aus und erhält eine Liste von Anhängen die man von Günther geschickt bekommen hat. Einfacher geht es wirklich nicht mehr.

Apple Watch

Natürlich ist Spark auch mit einer App für die Apple Watch vertreten, mit der man Emails lesen und auf sie reagieren kann - entweder archivieren/löschen oder eine vorher definierten schnellen Antwort.

Fazit

Spark leitet viele Ideen aus Google Inbox ab, bietet für mich aber die besseren Arbeitsmöglichkeiten und ist für mich insgesamt produktiver. Dies liegt hauptsächlich daran, dass man für Google Inbox tatsächlich all in sein muss und sowohl mobil als auch am Desktop nicht mehr das herkömmliche Gmail nutzen sollte. Dies funktioniert für mich nicht, deshalb gefällt mir Spark um so mehr. Unterwegs behalte ich dank der Kategorien immer den Überblick und am Laptop habe ich dann den vollständigen "normalen" Gmail Posteingang vor mir und kann dort weiter arbeiten. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass das Fehlen einer iPad und Mac App viele Nutzer davon abhalten wird Spark zu testen. Nachdem Google Inbox aber nun für jeden verfügbar ist und ein paar interessante Funktionen spendiert bekommen hat, werde ich auch Inbox irgendwann noch ein weiteres mal testen.

Spark verfolgt einige sehr innovative Ideen wie die schnellen Antworten und ist für mich in den paar Wochen wirklich sehr gut nutzbar geworden. Leider wollte bislang die Hintergrundaktualisierung noch nicht so ganz funktionieren, weshalb Spark es noch nicht nicht in mein iPhone Dock geschafft hat, es ist aber wirklich auf dem besten Wege Mail von dort zu verdrängen.

Obwohl Spark 18 Monate lang entwickelt und ursprünglich schon vor ein paar Tagen veröffentlicht werden sollte, wirkt es an einigen Stellen noch unrund und verbesserungsfähig, da bin ich eigentlich von Readdle in Sachen Qualität des Endproduktes höhere Standards gewöhnt. Zum Start der App nur 3 Kategorieren(/Cards) von Emails präsentieren zu können, mit einer Vielzahl von ausgegrauten Cards die irgendwann später erscheinen sollen, kommt bei mir jedenfalls nicht so gut rüber. Wie bereits erwähnt, funktionierte bei mir bislang nicht die Hintergrundaktualisierung, der Kalender und feinere Einstellungen bei den Benachrichtigungen waren auch noch nicht möglich. Hier hätte es Readdle sicherlich gut getan noch ein paar Wochen zu warten und auf Feedback der Beta Tester einzugehen.

Spark ist kostenlos im App Store herunterladbar, es gibt also keine Entschuldigungen es nicht mindestens einmal ausprobiert zu haben.

Zwickmühle: Gmail, Mailbox, Fastmail und sonstige ungelöste Fragen

Meine Email Adressen Historie ist eigentlich relativ überschaubar. Nach Anfängen bei Yahoo und GMX landete ich irgendwann Mitte 2008 bei Gmail (damals in Deutschland Googlemail). Dort verwaltete ich dann lange Jahre meine bis dahin angesammelten Email Adressen (etwa 5 Stück) und musste mir erstmals keine Gedanken um ausgehenden Speicherplatz machen, dieser war bei Gmail ausreichend vorhanden.

Ein neuer Dienst

Januar 2013, als es mit der kostenlosen Version von Google Apps zu Ende ging, wechselte ich zu Fastmail. Symphatischer Anbieter, der ein klares Businessmodell hat und (so hoffe ich) im Gegenzug für Geld nicht Schindluder mit meinen Daten treibt.

Ich bin zufrieden.

Der Versuchung stand gehalten

Im Februar 2013 erschien dann eine kleine iOS App namens Mailbox. Ich geriet erstmals ins Wanken. Push Emails (bietet Fastmail bis heute nicht an) sowie eine Sortier- und Ordnungsfunktion für den Posteingang die mir sofort zusagt und sehr gut in meinen Workflow passt.

Ich entscheide mich, trotzdem bei Fastmail zu bleiben, blicke aber immer wieder neidisch zu Gmail und Mailbox. Als OS X Mavericks erscheint fühle ich mich bestätigt: Mail.App kommt mit Gmail überhaupt nicht klar und ohne ordentlichen Desktop Client kann ich einfach nicht arbeiten - so rede ich mir ein.

Ich bin zufrieden.

Zurück auf Anfang?

Der 20. August 2014. Schon den ganzen Tag werden in meiner Twitter Timeline Beta Codes für die heute erschienene Beta von Mailbox for Mac verteilt. Die ersten paar Stunden kann ich noch wiederstehen, doch dann ist es passiert und Mailbox erstmals auf Mac und iPhone gleichzeitig installiert.

Mailbox for Mac ist wohl das, worauf ich gewartet habe. Eine Mail auf dem iPhone zurückzustellen bis ich wieder am Desktop bin, ist einfach ein unfassbar gutes Feature. Sofort hat mich das gleiche gute Gefühl wie vor 1 1/2 Jahren gepackt, als ich Mailbox zum ersten Mal ausprobierte. Diese gleiche Produktivität nun sowohl mobil als auch auf dem Desktop zu haben ist unfassbar gut.

Innerhalb weniger Tage ziehe ich mit den eher unwichtigen Email Adressen wieder zu Gmail um und genieße den nun fast immer leeren Posteingang.

Seriöse Email Adressen?

Doch bevor ich nun auch mit den wichtigen Adressen umziehe, teste ich Gmail und Mailbox noch einmal ausführlich. Dabei stoße ich auf ein Problem. Als ich damals während der Schulzeit mein Google Konto registriert habe, habe ich mir ob der Seriosität des Accountnamens nicht unbedingt viele Gedanken gemacht.

Im Laufe der Jahre machte dies aber keine Probleme, da ich die Google Email Adresse nie benutzt habe, sondern ausschließlich andere Adressen. Ein Ändern der Email Adresse ist nicht möglich und vor einer Neu-Anmeldung schrecke ich zurück, zu viele Dienste sind mittlerweile mit dem "alten" Google Konto verknüpft.

Nun zurück zu Mailbox. Schickt man von der iOS und/oder Mac App eine Email, ist die Google Email Adresse in dem Source Code an zwei Stellen klar aufgelistet. Für viele ist dies wohl kein großes Problem, ich möchte dies aus verschiedenen Gründen (u.a. Stichwort Seriosität) nicht. Vor allem, da ich selber gerne in den Source Code von erhaltenen Emails schaue und dort schon öfter interessantes entdeckt habe...

Bug oder Feature, das ist hier die Frage

Ausführliche Recherchen ergaben keine Lösung des Problems, Abhilfe würde letztendlich wohl nur die Möglichkeit des Benennen von SMTP Servern direkt in der Mailbox App schaffen. Diese Funktion ist wohl aber momentan nicht zu erwarten.

Um auszuschließen, dass hier eine Fehlbedienung meinerseits vorliegt, habe ich bereits das Mailbox Team kontaktiert, allerdings bislang noch keine Rückmeldung.

Fazit

Momentan bleibe ich mit den wichtigsten Accounts bei Fastmail und lasse die nicht so wichtigen parallel bei Gmail + Mailbox laufen. Sobald ich eine Rückmeldung vom Mailbox Team erhalte - deren Antwort ich befürchte schon zu kennen - werde ich wohl den Plan zu Gmail zu ziehen für längere Zeit begraben müssen. Aber wie gesagt, unzufrieden bin ich mit Fastmail überhaupt nicht, von daher ist dies auch kein Weltuntergang.

What I Learned After Quitting Email For A Week

Perhaps the biggest lesson, though, came at the expense of my ego. During my week away from email, nobody seemed concerned by my absence. There were no frantic emails asking where I was or worrying that I hadn’t promptly responded to threads.

Those that really needed me got in touch some other way. As it turns out, the service that I spend so much time and effort worrying about, checking, and manicuring can and will continue to exist without me. I quit email for a week and nobody really noticed or cared except for me. If that sounds bleak, it’s because it is; email doesn’t need to change, we do.

Was seht ihr, wenn ihr in euren Email-Posteingang guckt? Alles schön geordnet und bearbeitet? Oder habt ihr auch schon öfter mal Gedanken gemacht, was überhaupt passieren würde, wenn man einfach mal für eine Zeit aus dem "Ding" aussteigt?

Link: Buzzfeed