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Meine neue Fotoverwaltung mit Picasa (OS X)

Nach einer vollständigen Neuinstallation von OS X habe ich mich an ein heißes Eisen gewagt, der Fotoverwaltung. Mehr schlecht als recht habe ich mich in den letzten Jahren durch iPhoto gequält und konnte mich aber dennoch nicht dazu entschließen entsprechende Alternativen ernsthaft auszuprobieren. Nun habe ich es geschafft und möchte in diesem Artikel meinen neuen Workflow mit Picasa kurz beschreiben.

Google Fotos und Carousel mit Updates

Es tut sich so langsam mal wieder etwas im Bereich Foto Management. Bislang ist mein bisheriger Workflow seit immerhin 6 Monaten gleich geblieben, es kommt nun aber wieder Bewegung in den Markt.

Google Fotos

Google wird im Laufe der nächsten Wochen die Fotos Kategorie aus Google+ entfernen und stattdessen in Google Drive integrieren. Ein absolut überfälliger Schritt, Fotos endlich aus Google+ abzukoppeln, in Google Drive macht dies wesentlich mehr Sinn.

Gespannt bin ich aber auf die Integration und die Verbesserungen. Das was ich bislang vom "neuen" Google Fotos in Drive gesehen habe, hat mich jedenfalls nicht vom Hocker gehauen. Hier kann man nur hoffen, dass Google ein bisschen mehr tun wird um Fotos attraktiver zu machen, bislang waren die Funktionen sehr Benutzerunfreundlich.

Carousel

Auch die Dropbox App Carousel hat ein Update aus der Kategorie "na endlich" spendiert bekommen. Schon vor etwa einem Jahr hatte ich mich beklagt, dass Carousel alle Fotos aus Dropbox herauszieht, ohne Einstellmöglichkeiten zum Ignorieren bestimmter Ordner. Dies hat die App für mich bislang unbenutzbar gemacht.

Dies war für mich ein absolut unverzichtbare Funktion, die damals meiner Meinung nach auch von vielen nachgefragt wurde. Nie hätte ich gedacht, dass wir auf diese Funktion ein ganzes Jahr warten mussten.

Auch wenn die Umsetzung dieser neuen Funktion unnötigerweise umständlich gemacht wurde - statt einem Menü zum An- und Abwählen von Ordnern, muss man stattdessen unerwünschte Fotos aus diesen Ordner an- und wegklicken - gibt es diese immerhin nun überhaupt.

Wenn nun bald die neue OS X Photos App einsatzbereit ist, werde ich meinen kompletten Workflow noch einmal analysieren und auf den Prüfstand stellen, mit der neuen Funktion zum Ignorieren von bestimmten Ordnern ist Dropbox für mich jedenfalls nun wieder viel interessanter geworden.

iPhoto mit mehreren Apple IDs und Fotostreams

Mit iOS 8 und OS X 10.10 stellte Apple auch gleichzeitig die Familienfreigabe vor. Eigentlich eine tolle Sache: Mitglieder einer Familie haben Zugriff auf eine gesamte Bibliothek von u.a. gekauften Apps, Büchern und Filmen.

Um die Vorteile einer jeweils eigenen Apple ID (iMessage, Find my friends etc.) nutzen zu können, haben meine Freundin und ich beschlossen jeweils eigene Apple IDs zu nutzen, die dann zu einer Familie verknüpft sind.

Bislang war unser Setup in Sachen Fotos ziemlich einfach. Mit einer Apple ID wurden alle von uns mit den eigenen iPhones geschossenen Fotos dank Fotostream direkt auf den Mac übertragen und in iPhoto importiert. iPhoto ist die Software, die wir zur Verwaltung unserer Fotos nutzen.

Mit unterschiedlichen Apple IDs ist dies nun nicht mehr möglich, auch nicht als Familie. Es ist (momentan) in iPhoto auf dem Mac nicht möglich mit zwei unterschiedlichen Apple IDs eingeloggt zu sein und Fotos von beiden Fotostreams herunterzuladen. iPhoto beobachtet lediglich einen Fotostream, kennt aber seit Yosemite auch noch einen Family-Fotostream.

Es bestehen nun zwei Möglichkeiten:

  • Family Fotostream: Meine Freundin müsste regelmäßig neu geschossenen Fotos markieren und auf ihrem iPhone in den Family-Fotostream schieben. Der Nachteil an dieser Methode ist, dass nichts davon automatisch verläuft und man sich immer daran erinnern muss regelmäßig Fotos für diesen Fotostream freizugeben. Gibt man keine Fotos frei, werden diese auch nicht in iPhoto erscheinen.

  • Dropbox: Wir haben uns stattdessen für den Umweg über den automatischen Foto und Video Uploader in der offiziellen App von Dropbox entschieden. Dieser freigegebene Ordner (Kamera Uploads) wird auf dem MacBook von Hazel überwacht. Kommen dort neue Objekte an, verschiebt Hazel diese automatisch in den Auto Import-Ordner von iPhoto (/ Benutzer / Benutzername / Bilder / Bibliothek iPhoto / Auto Import). Beim nächsten Start von iPhoto werden diese dann importiert.

Für uns funktioniert die Dropbox Methode ganz gut, auch wenn natürlich die vorherige Lösung mit einer Apple ID und somit einem Fotostream um einiges eleganter war. Wir hoffen ganz stark, dass Apple nächstes Jahr mit der angekündigten Fotos App für OS X irgendetwas an dieser Problematik verbessern kann. Optimal wären für uns natürlich die Möglichkeit einer Einbindung von zwei Fotostreams aus unterschiedlichen Apple IDs. Dies sollte nicht so schwer zu implementieren sein und sicherlich vielen Familien in der gleichen Situation einiges vereinfachen.

Ein weiteres Beispiel warum die Cloud nicht als einzige Backup Lösung geeignet ist

Ich bekenne mich schuldig. Auch ich habe bis vor zwei Jahren Dropbox als so ziemlich einzige Backup Lösung genutzt. Dank einiger Referral-Aktionen und der Education Mailadresse meiner Fachhochschule hat sich bei mir ein schöner Berg an kostenlosem Dropbox Speicherplatz angesammelt. Wer möchte da schon noch weitere 10€/Monat für eine weitere Online Backup Lösung ausgeben oder regelmäßig eine externe Festplatte anschließen müssen?

Dies dachte sich auch Jan Curn, der u.a. sein komplettes Fotoarchive bei Dropbox aufbewahrte. Eines Tages wurde der Speicherplatz auf seinem MacBook knapp und er beschloss mittels Selektiver Synchronisation einige Ordner temporär von seinem MacBook zu entfernen. Während dieser Aktion fror der Dropbox Client für ein paar Minuten ein. Bei einer anschließenden kurzen Überprüfung auf der Dropbox Webseite stellte Curn keine Unregelmäßigkeiten fest. Alle vom MacBook entfernten Ordner waren immer noch Online vorhanden. Der Schock folgte dann zwei Monate später:

About two months later when I was preparing for a defence of my PhD thesis, I was looking for an old presentation but couldn't find it. The directory was there but it was empty. I would have never deleted these files, something must have gone wrong. I contacted Dropbox support which then broke the news to me: there was a delete event of 8343 files from 2014-04-29 at 14:57:30 GMT (UTC). Looking at the log record from this event, I realised most of the missing files were my photos! All the directories were still in place but many of them were empty, as if Dropbox randomly deleted some files and left some others intact. I was devastated. All those memories and the effort with collecting and organizing the photos…. gone.

Jan Curn - Medium

Offensichtlich löschte der Dropbox Client zuerst die lokalen Dateien auf dem MacBook. Dabei hatte sich der Client wohl aufgehängt, reagierte zumindest nicht mehr. Der Dropbox Server hatte zu diesem Zeitpunkt wohl noch keine Information vom Client erhalten, dass dies nur eine Änderung der Selektiven Synchronisation und kein reiner Löschvorgang ist.

Als Curn den Dropbox Client daraufhin neu startete, merkte der Client, dass gewisse Ordner gelöscht wurden und gab dies an die Dropbox Server weiter. Offensichtlich geschah aber auch hier ein Fehler, denn es wurden keine Ordner bzw. die Ordnerstruktur gelöscht, sondern "nur" die meisten Dateien und Fotos. Deshalb konnte Curn beim Blick auf die Online Oberfläche auch keine Anomalien feststellen, da alle Ordner immer noch vorhanden waren. Hätte er schon zu diesem Zeitpunkt festgestellt, dass Dateien gelöscht wurden, hätte er sie wiederherstellen lassen können, da Dropbox alle gelöschten Dateien noch 30 Tage aufbewahrt.

Diese Geschichte zeigt mal wieder eindeutig, dass man nicht nur einem Backup vertrauen sollte. Mindestens ein zweites Backup ist Pflicht, denn ein Backup kann durch dumme Umstände - die schneller eintreffen als man sich das vorstellen kann - zu jeder Zeit gelöscht oder aufgrund von Fehlern unlesbar werden.

Meiner Meinung nach eine Backup Strategie mit der man als Mac Nutzer gut auskommt: Ein lokales Backup mittels Time Machine (täglich/stündlich), ein SuperDuper! Klon der Festplatte (wöchentlich/monatlich) sowie ein ständiges Online Backup (Crashplan oder Backblaze).

Carousel - Neue Dropbox App scannt Fotos auf lächelnde Gesichter

To start, the app scans every photograph in your collection for human faces. Based on the qualities of the mugs it detects, it assigns each picture a “smile score.” The one with the highest ranking for a given event is displayed with a double-size thumbnail, serving as a sort of hero shot for that subset of pics.

Kyle Vanhemert - Wired

Interessanter Ansatz und eine Technologie, die sicher in Zukunft eine noch größere Rolle spielen wird. Wir sammeln immer mehr Fotos und verlieren nach und nach die Übersicht und Kontrolle (wenn man sie nicht schon verloren hat). Wir benötigen Hilfe und möchten, dass uns in den 15 Minuten in denen wir uns Fotos aus dem letzten Urlaub anschauen, auch wirklich nur die Besten gezeigt werden und nicht alle 2000 Fotos die wir geschossen haben.

Trotzdem funktioniert Carousel für mich momentan noch nicht. Ich habe viel zu viele Screenshots, Bilder aus Projekten/dem Studium in meiner Dropbox. Außerdem möchte ich nicht den automatischen Upload von Bildern einschalten, leider ist aber eine Benutzung der App ohne diesen Upload nicht möglich. Sollten sich diese zwei Dinge in Zukunft ändern, werde ich Carousel sicherlich noch einmal ausprobieren.

Download im App Store: Carousel by Dropbox - Dropbox